Vordere Kreuzbandriss (-ruptur)

Wozu brauchen wir das vordere Kreuzband?

Das vordere Kreuzband ist eines von vier (Innenband, Außenband, hinteres Kreuzband, vorderes Kreuzband) wichtigen Stabilisationsbändern des Kniegelenkes und verhindert, dass sich der Unterschenkel gegenüber dem Oberschenkel nach vorne verschiebt.

Wie kommt es zum Riss des vorderen Kreuzbandes?

Ein Sturz oder ein heftiges Verdrehen des Kniegelenkes und schon ist es passiert! Meistens reißt das vordere Kreuzband durch ein traumatologisches Ereignis, daher sind Sportverletzungen die Ursache Nummer 1. Typische Risikosportarten sind Ballsportarten (Fußball, Basketball) aber auch Skifahren oder Inlineskaten. Oft hört man ein Knallen oder ein Knacken im Knie, welches anschließend anschwillt, weil sich ein Bluterguss bildet. Die anfängliche Schmerzphase geht nach einigen Tagen vorbei und die betroffene Person kann das Knie anschließend wieder ohne Schmerzen belasten.

Folgen eines Kreuzbandrisses

Durch den Riss des vorderen Kreuzbandes wird das Knie instabil, d. h. es kommt bei jeder Bewegung im Kniegelenk zu einer vermehrten Verschiebung zwischen Unterschenkel und Oberschenkel.

Therapiemöglichkeiten

Die Therapiemöglichkeiten teilen sich in konservative und operative Methoden auf. Die konservative Therapie besteht hauptsächlich darin, das Kniegelenk muskulär zu sichern - dies geschieht über Koordinations- und Krafttraining.
Ein operativer Eingriff sollte gut überlegt sein, daher finden Sie im folgenden Vor- und Nachteile einer Operation des vorderen Kreuzbandes.
VorteileNachteile
• Stabilität des Knies sollte wieder hergestellt sein• Gelingt die OP? (Ergebnisse zufriedenstellend)
• Gute Belastbarkeit• Gefahr eines Gelenkinfektes
• Gelenkverschleiß wird verhindert bzw. minimiert• Knie bleibt instabil
• erhöhte Gefahr einer Arthrose

Erfolgschancen und langfristige Sicherung der Behandlungen

Die Erfolgschancen hängen von mehreren Parametern ab. Neben der Erfahrung des Operateurs ist vor allem die adäquate Nachbehandlung ein entscheidener Punkt. Direkt nach der OP sollten leichte Anspannungsübungen und sanfte Physiotherapie (Lymhdrainage, Krankengymnastik) folgen. Für die ersten sechs Wochen wird zum Schutz des Knies eine Bewegungsschiene verschrieben, nach dieser Zeit sollte ein intensiveres Training zur Verbesserung der Kraft, Koordination und Ausdauer aufgenommen werden, um möglichst schnell wieder das alte Leistungsniveau zu erreichen. Die vollständige Heilung/Integration des neuen Kreuzbandes sollte nach ca. sechs bis acht Monaten erfolgt sein.
Zur langfristigen Sicherung des Knies sollte das Kraft-, Koordinations- und Ausdauertraining beibehalten werden. Nur so wird es optimal auf sämtliche Belastungen vorbereitet.
Weitere Informationen finden Sie unter www.klinik-am-ring.de


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